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Blutspende 2018

Macht es Sinn, dass die Blutspende vom Ortsverein Radolfzell weiter durchgeführt wird? Diese Frage stellte sich mir Ende des Jahres 2018. Auch der Vorstand musste sich dieser Problematik stellen und eine wichtige Entscheidung treffen. Wie kam es dazu? Das Jahr begann mit einer entspannten Blutpende im Januar. Die Einbringung unseres Jugendrotkreuzes sorgte dafür, dass alle organisatorischen Bereiche in bester Hand lagen. Teller, Besteck und Becher wurden umgehend gespült und der Nachschub an der Essensausgabe und im Getränkebereich war immer unter deren bester Kontrolle. Die ohnehin fleißigen, freiwilligen Helferinnen und Damen der Sozialarbeit waren nun im Bereich der Küchenarbeit entlastet. Zusammen mit meiner Kollegin Astrid und den guten Ideen aller anderen Helfer, konnten wir uns nun auf wichtigere Dinge konzentrieren: Das Essen.

Bereits seit einiger Zeit versuchen wir, dem Spender durch ein umfangreiches und ansprechendes Buffet die Entscheidung zu einer weiteren Spende zu erleichtern. Unsere Kuchen kommen schon lange nicht mehr aus dem Kühlregal. Sie werden uns frisch von der Bäckerei Koch geliefert. Auch mit unseren anderen Speisen haben wir begonnen, zu experimentieren. Bei jeder Blutspende soll es ein “Special” für unsere Spender geben. Den Start machten wir durch das Backen von frischen Waffeln mit süßem Puderzucker in der kalten Jahreszeit. Im Oktober versuchten wir durch ein “kulinarisches Oktoberfest” die Spender anzulocken. Wir boten Weißwürste mit süßem Senf, Obazder und Brezeln an. Auch das passende Bier hatten wir im Angebot. Natürlich in der alkoholfreien Version. Für 2019 will ich an dieser Stelle schon einmal anmerken, dass die Vorbereitungen in vollem Gange sind. Im Rahmen unserer Möglichkeiten sind wir natürlich für jede Idee offen.

Nun aber zurück zum meiner Ausgangsfrage.

Was war passiert?


Die Durchführung der Blutspende unterliegt bestimmten Regelungen. Immerhin ist die Sicherheit der Spender unmittelbar davon betroffen. So gibt es bestimmte Altersgrenzen, die in den verschiedenen Bereichen eingehalten werden müssen.

Auch ist die Anwesenheit von Ersthelfern mit einer gewissen Grundausbildung unabdinglich. Dieser Bereich wurde immer von meinen Kollegen aus der Bereitschaft abgedeckt. Doch Dinge ändern sich. Oft steht das Privatleben oder die Arbeit im Vordergrund. Meiner Meinung nach natürlich zurecht! Außerdem sind in den letzten Jahren viele meiner Kollegen umgezogen, oder aus der Bereitschaft ausgetreten.

So kommt es, dass von der ohnehin schon kleinen Bereitschaft nur wenig Unterstützung zu den einzelnen Terminen angeboten wird. Umso mehr danke ich denjenigen, die mir mit ihrer kostbaren Zeit unterstützend zur Seite stehen.

Ende 2018 führten wir, auch krankheitsbedingt, einen Spendentermin mit so wenig Helfern wie noch nie durch. Ich glaube, wir waren trotzdem in der Lage, uns professionell und organisiert zu präsentieren. Im Hintergrund hatten wir allerdings so viel Stress wie noch nie. Der Auf- und Abbau erwies sich als Tortur. So trat ich zusammen mit Astrid an den Vorstand heran und stellte die Grundsatzfrage, ob wir überhaupt noch in der Lage sind, die Blutspende weiterhin durchzuführen. Nun arbeiten wir daran, die Blutspende ohne Hilfe der Bereitschaft durchzuführen und einen Arbeitskreis mit eigener zuverlässiger Truppe aufzubauen. Hier nun mein Appell an alle: Macht Werbung für unsere Sache. Wenn Ihr engagierte Freunde und Bekannte habt fragt sie, ob sie Lust zum Helfen haben. Je mehr Helfer wir haben, desto leichter ist die Last für den Einzelnen.

 

Sebastian Lipinski
Astrid Keller